umbrella
´;
Zusatz zum letzten Eintrag

Eine Sache wäre allerdings noch zu erwähnen, die ich vergaß, oder wohl mehr verdrängt habe, weil sie doch ziemlich schockierend war.

Als bereits der Morgen graute, was erst auffiel, wenn man sich in den oberen Bereich begab und nach draußen blickte; denn drinnen, unten, im Getöse, herrscht immerzu Nacht, erschien die Polizei vor der Tür. Wir sahen Die Blinklichter durch die verdreckten Fenster. Anfangs schien das nichts Außergewöhnliches zu sein, dass die Polizei bei einer solchen Veranstaltung nach dem Rechten sehen würde…

Umso schockierender war die Tatsache, die sich herausstellte, als M. nachfragte: Vor der Tür war jemand erstochen worden!

Himmel, so was geschieht doch nur in Krimis und in Filmen, aber doch nicht im realen Leben! Ich glaube, Jerry hat es sogar mehr getroffen, als mich, den Blick von ihm werde ich so schnell nicht vergessen. Als Klaus davon hörte, rief er sofort zum Aufbruch auf und wir verließen das Lokal. Ich hielt Jerry an der Hand und wir liefen schnurstracks zum Auto, bewusst vermied ich es, mich umzusehen, aber Jerry erzählte mir später, wir seien unmittelbar an der Blutlache vorbei gelaufen, was ihn innerlich ziemlich umgeworfen hätte.

Vielleicht war es die Willkür, die uns so erschreckte? Man weiß die Gründe nicht, will sie auch nicht genau erfahren und fragt sich doch, ob es vielleicht aus bloßer Willkür geschehen war. Denn das Erschreckende daran wäre ja, dass es hätte jeden treffen können. Drogenkonsum ist bei derartigen Veranstaltungen schon die Norm, und man weiß nie genau, in welcher Art und Weise so manch ein menschliches Bewusstsein dadurch verändert wird.

Und, mein Gott, kurz bevor der Mord passierte, wollten Jerry und ich nach Draußen gehen, um Luft zu schnappen. Wie gut, dass mir dann doch zu kühl war, um wirklich ganz hinaus zu gehen.

Es ist wirklich sonderbar, was für ein Gefühl so ein Vorfall in einem auszulösen vermag. Jemand wird zwei Meter entfernt erstochen. Schon wahnsinnig, da bin ich wirklich heilfroh, dass wir nicht in Kriegszeiten leben, ich glaube das würde ich psychisch gar nicht verkraften.

Jedenfalls ging es Jerry und mir ziemlich lange nicht mehr aus dem Kopf (wie der werte Leser merkt, beschäftigt es mich immer noch) und erfüllte uns mit einem Gefühl des Grauens. Es dürfte zwar jedem klar sein, dass wohl alle paar Augenblicke auf der Welt jemand ums Leben kommt, wenn es dann aber in der unmittelbaren Umgebung geschieht, schockiert es doch ungemein.

25.3.08 13:02


Werbung


Entaktogen

Das habe ich noch nie erlebt. Natürlich nicht, und ich hätte auch nie gedacht, dass ich es je erleben würde, denn meine Vernunft und meine Abneigung gegen den Konsum chemischer Substanzen aller Art, hielten mich bisweilen davon ab. Aber ich gebe im Nachhinein der Neugierde die Schuld, vielleicht auch der Spontanität und Leichtsinnigkeit; obwohl von Schuld zu sprechen, eigentlich nicht notwendig ist.

Als das Angebot kam, ein "E" zu nehmen, zögerte ich nicht, und, werter Leser, ich kann dir wirklich nicht sagen, woher diese Selbstverständlichkeit kam. Vielleicht weil ich unter Menschen war, denen ich vertraute, und von denen ich wußte, sie würden mir zum Einen nichts geben, das mir wirklich schaden kann, und in weiterer Folge auf mich aufpassen.

Hase, M. und ich gingen also gemeinsam auf die Toilette(in diesem Schuppen wohl keine Seltenheit, dass mehrere Leute darin verschwanden, von daher auch keineswegs aufsehenserregend) und nach kurzer Überlegung, schluckte ich die Hälfte einer dieser türkisen Pillen hinunter.
Hase bleute mir noch mindestens zehn Mal ein, immer viel zu trinken, um nicht zu dehydrieren, und ihm zu sagen, wenn ich frische Luft bräuchte. Dann gingen wir wieder nach unten, wo die Musik spielte (Drum'n'Bass) und die Menschenmenge tanzte und tobte.

Circa eine halbe Stunde nach der Einnahme, fing es an.
Bewusst war es mir im ersten Moment keineswegs und im Nachhinein erscheint es mir mehr wie ein Traum, als Realität. Ich weiß noch, dass ich mich zu Hase umdrehte, der sehr glücklich aussah und spürte, dass ich unglaublich verliebt in ihn bin. Ich liebe ihn, klar, so oder so, aber in dem Moment spürte ich wieder tausend Metterschlinge in meinem Bauch und mein Herz raste. Ein Gefühl der Berauschung, eine Euphorie sondergleichen, werter Leser!
Wir tanzten, wir tanzten lange. Hase meinte im Nachhinein, es müssten drei bis vier Stunden gewesen sein; ich weiß es nicht, denn ich war wie in Trance allein mit Tanzen beschäftigt und kann dem werten Leser nicht einmal sagen, woran ich in all der Zeit gedacht habe. Eines weiß ich jedoch: Es ging mir gut. Es ging mir hervorragend, es war wundervoll.

Nach Ablauf gewisser, ich weiß nicht wie vieler, Zeitspannen, musste ich frische Luft schnappen und mein Hase begleitete mich. Die Wirkung ließ nach.
Hase und ich fingen an, zu reden. Richtig zu reden, und werter Leser, solch eine Unterredung hatten wir noch nie, nicht in der Form, nicht auf die Art und Weise, und das lag vielleicht an unseren veränderten Bewusstseinszuständen, vielleicht auch nur an der Anwesenheit seiner Freunde, aber so habe ich Hase noch nie erlebt, außer vielleicht ganz ganz zu Anfang unserer, oder doch eher VOR unserer Beziehung (ein Zeitraum von gerade Mal eineinhalb Tagen).
Er war so rational und teilweise so gnadenlos ehrlich, dass doch etwaige Schwierigkeiten unserer Verbindung ans Licht traten, etwaige, momentan noch eher schlummernde, darf man seinen Worteng glauben, aber meine Phantasie sponn die Ansätze natürlich, wie so oft, zu endlichen Geschichten weiter und fügte den Tatsachen wohl einiges an Einbildung hinzu.
Im Großen und Ganzen hieß es wohl nur, dass er mich über alles liebe, aber mit meinen kleineren Depressionen, die ich ab und an leider an den Tag lege, noch nicht ganz umzugehen weiß, dass es ihn dann ebenfalls depremiere, wenn eine Aufmunterung nicht sogleich gelingt; was absolut nachvollziehbar ist.
Ich habe aber nun Sorge dass er, da er mich als sehr zerbrechliches, schwaches Wesen wahrnimmt, sich selbst und seine Sorgen oder, schlimmer noch, seine Bedürfnisse zurücknimmt, um mich zu schonen oder nicht zu verletzen.
Er hat mir zwar nochmals versprochen, mir zu sagen, wenn er etwas brauche oder ihn etwas bedrückt, aber, ganz unter uns, werter Leser, ich zweifle schon daran, ob er dies versprechen wirklich zu 100% hält.
Er meinte, er sei bisher eben ein recht verschlossener Mensch gewesen und die Äußerung seiner Gedanken und Gefühle sei allein deshalb für ihn nicht einfach. Wenn er also Sorgen und Bedürfnisse deshalb nicht äußert, weil es ihm von Natur aus schwer fällt und/oder er manchmal gar nicht so recht weiß, was seine Sorgen und Bedürfnisse nun eigentlich sind, so sei es ihm natürlich verziehen. Sollte er dies aber verschweigen, um mich zu schonen, so sei es ihm verziehen, weil er es aus Liebe tut, aber akzeptieren kann ich das nicht. Und es macht mir Angst, weil mir sein Glück und seine Zufriedenheit doch so sehr am Herzen liegt, um seinetwillen und um unseretwillen.
Und es sollte heißen, so glaube ich, dass es für ihn eine völlig neue Erfahrung sei, mit einer Freundin zusammen zu wohnen, und er frage sich manchmal, ob ihm ein wenig das Alleinsein und der Abstand fehle. So betrachtet klingt es harmlos, aber eure ergebene Schreiberin hat sich von diesem Gedanken, wie so oft, fortziehen lassen und machte für sich ein Problem daraus.

Ich war, als wir an diesem Morgen zu Bett gingen, sehr traurig, und ich weiß nicht recht, weshalb. Eigentlich war es eine grandiose Nacht gewesen, aber die noch zu tief sitzenden Gefühl von Verlust und Enttäuschung, des Verletztwerdens und der Ohnmacht hatten sich eingeschlichen und wollten so schnell nicht wieder verschwinden. Und vor allem zweifelte ich an seiner Liebe zu mir, was im Nachhinein wohl völlig unbegründet war, aber diese Rationalität und der Satz "du bist manchmal schon anstrengend.", bezogen auf meine depressiven Zustände, der keineswegs böse gemeint war, aber an den ich mich festklammerte, denn geliebte Menschen dürften doch nie "anstrengend" sein, so sprach meine Überzeugung zu mir, hatten mich beunruhigt.

Weit tiefer, als die erste Erfahrung mit einer chemischen Droge, die Vor- und Nachteile hatte, auf jeden Fall interessant war, aber nicht zur Regel werden wird; weit tiefer sitzt eine Erkenntnis: Ich liebe ihn! Ich liebe ihn mehr, als mir bisher bewusst sein wollte, oder mehr als bisher, aber auf jeden Fall liebe ich ihn schwindelerregend und unfassbar, und, so wundervoll es ist, es macht mir eine riesen Angst.

17.3.08 08:05


Wie macht der Hase? - *Mauuuuw!*

Das war ein Bild für die Götter der infantilen Lebensart gestern:
Hase und ich sitzen auf der Couch, lutschen Fruchtzwergeselbstmacheis (die Großen) und lachen uns kaputt wegen allem möglichem Nonsense.
Es lebe die Infantilität!
12.2.08 17:04


@ <3

Go fuck yourself!!

 

(sry. irgendwer, genannt "<3" frequentiert ständig meinen Blog mit Spam. Es nervt gewaltig!)

12.2.08 17:02


Money makes my head go around

Ich hasse Geld.
Warum?
Weil ich es nicht habe.
Eine neue Wohnung nur anzumieten, mit den notwendigsten, billigsten IKEA-Möbeln auszustatten, kostet so viel, dass meine Konten leer geräumt sind und mein Liebster dennoch 88% von allem bezahlen muss.
Ich habe ein schlechtes Gewissen.
Mein Schatz gibt seine ganzen Ersparnisse aus, nicht für die Träume und Wünsche, die er jahrelang im Kopf hatte, während er gespart hat, sondern für uns, für diese Wohnung, für unser Essen,... und ich weiß: Er wollte sein Geld nicht für eine Mietwohnung, nicht für geldgierige Makler, nicht für den ganzen Shit ausgeben, den wir bezahlen und kaufen mussten, und er wollte das Ganze schon gar nicht in Wien machen müssen.
Er hat seine ganzen Ersparnisse ausgegeben, um mit mir in Wien leben zu können, in der Stadt, die ihm total verhasst ist.
Ich habe ein schlechtes Gewissen.
Weil er seine Ersparnisse ausgibt, nicht für seine Träume, und das wäre nicht passiert, hätte er sich nicht mit einer armen Studentin, die arme Eltern hat, mit mir, liiert. Einer armen Studentin, die zudem in ihrem bisherigen Leben von Sparen und Vernunftdenken in Bezug auf Finanzen nichts hielt.
Ich räume und putze unsere gemeinsame Wohnung, ich koche jeden Abend für ihn, ich bin aufmerksam, ich lasse ihn an seinen Computern rumtüffteln ohne auch nur zu meckern, wir haben großartigen Sex, ich liebe ihn abgöttisch und ich würde fast alles für ihn tun. ABER... das alles reicht nciht aus, um mein schlechtes Gewissen zu mindern.
Und wieso dieses miese Gefühl?
Wegen Geld. Wegen verdammtem, blödem, verfluchtem Geld.
Ich hasse Geld. Ich habe es nicht.
4.2.08 16:32


Werbesendung

Werbung sollte eigentlich keinen Platz hier finden, wir werden so schon genug vollgemüllt damit, aber Glasklinge hat einen special Werbeplatz hier verdient:

glasklinge 1 + 2 - the free mp3-sampler
[ http://sampler.glasklinge.com ]
public relations+website:
der schlachter
[http://www.glasklinge.com]
-----------------------------------
mastering+tracklist:
das wesen
[http://im-wesen.glasklinge.de]
-----------------------------------
cover/inlay+back+font:
duesterheit
[http://duesterheit.deviantart.com]
-----------------------------------
-----------------------------------
thanks to every musician
for being part of this.
-----------------------------------
copy and spread this sampler
wherever you want and support
the idea of free+legal music!
-----------------------------------

20.1.08 17:21


Wohnungssuche

Wenn ihr jemals eine Wohnung in Wien gesucht habt und auch nicht unbedingt reich seid, dann wisst ihr, was ich die letzten Wochen schreckliches durchgemacht habe.
Erst Mal ist es beinahe unmöglich, eine Wohnung ohne Makler zu finden, das heißt dass man sich, nachdem man sich bis zum Haareraufen abgemüht hat, was zu finden, sich doch einen Makler nehmen muss und dem dann gleich mal eine Provision von min. 1.500 € hinblättern muss.
Dann werden einem überteuerte oder heruntergekommene (Teppichböden die mit Dreck vollgesogen sind *wärgs*) oder dunkle, hässliche Wohnungen gezeigt, oder Wohnungen die in Gegenden liegen, bei denen man Angst hat, auf dem Nachhauseweg verprügelt zu werden.
Das erinnert mich an die RTL-Sendung mit dieser Dicken, die Wohnungen umgestaltet. Ein Zitat möchte ich daraus wiedergeben, die ein herrliches Beispiel für wertfreie Informationsmitteilung sind: "Vorher war die Küche der Familie xy ein dunkles, gammeliges Loch, in der die Küchengeräte nur noch von einer dicken Staub- und Fettschicht zusammengehalten wurden."
Nett, oder?

Jedenfalls... heute wurde dieses nervenzerreissende den-ganzen-Tag-Herumtelefonieren endlich belohnt! Ich habe eine Wohnung gefunden !
57m², renovierter Altbau, wirklich schön hergerichtet, und das allerwichtigste: mit Badewanne !
YAY

17.1.08 13:37


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]
Gratis bloggen bei
myblog.de